Warum Nulldiäten nicht wirken und keineswegs gesund sind
Selbst bei einer Nulldiät nimmt man pro Woche nicht mehr als 2 Kilogramm ab, die zudem nicht unbedingt Fettmasse sind.
In den ersten beiden Tagen erfolgt der Gewichtsverlust auffallend schnell - das ist allerdings kein Fett, denn zuerst wird der Zucker im Körper angegriffen. Dieser ist in Form von Glykogen eingelagert, das allerdings zu 80% aus Wasser besteht.
Man nimmt also fast nur Wasser ab, was durch den Effekt verstärkt wird, dass durch die geringere Nahrungsaufnahme auch weniger Salz aufgenommen wird, das eigentlich Wasser im Körper bindet. Noch mehr Wasser verliert man dadurch, dass der Körper zur Energiegewinnung Eiweiß abbaut, das der Hauptbestandteil von Muskeln ist.
Bei der Umwandlung der Muskelmasse in Energie wird viel Wasser frei, jedoch auch schädliche stickstoffhaltige Verbindungen, die über den Harn ausgeschieden werden müssen, was jedoch leicht zu einer Störung der normalen Nierenfunktion führen kann.
Viel trinken ist hier also unbedingt von Nöten, wie unschwer zu erkennen, bei dem ganzen Wasserverlust.
Die Fettzellen werden als letztes angegriffen, und geben ihre gespeicherte Energie nur sehr langsam frei. Zwei Wochen reichen also keinesfalls, um sie leer zu hungern, zumal sie niemals ganz verschwinden.
Fettzellen bleiben für den Rest des Lebens bestehen, und wurden sie ausgehungert, füllen sie sich wieder blitzartig sobald es wieder genügend Nahrung gibt, um auf ihre alte Größe zu gelangen.
Das Fazit lautet also: mit kurzfristiger Nahrungskürzung wie bei Diäten ist die gewünschte Figur nicht zu erreichen, nur langfristige Umstellung der Ernährungsgewohnheiten hilft. Und aufgrund des Eiweißabbaus des Körpers wird auch klar, weshalb Sport nötig ist, denn ohne Muskeln kann unser Körper nicht richtig arbeiten, und wenn er noch so schlank wäre.
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